Alles, was Sie über den Bogenhanf wissen müssen: Sorten, Pflege, Standort und unsere großen Sansevierien an einem Ort.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
+Der Bogenhanf stammt aus dem tropischen Westafrika und speichert Wasser in seinen dicken Blättern
+Erde vor dem Gießen komplett abtrocknen lassen, Staunässe ist die häufigste Todesursache
+Verträgt wenig Licht, wächst aber an einem hellen Platz mit etwas Sonne am besten
+Leicht giftig für Katzen und Hunde durch Saponine, daher außer Reichweite stellen
+Wächst langsam und muss nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden
+Bei XXLplant: 'Laurentii' mit gelbem Rand und dunkelgrüne 'Zeylanica' von 90 bis 120 cm
Über diese Pflanzanleitung für Schwiegermutterzunge
Der Bogenhanf, im Handel meist Sansevieria genannt und auch als Schwiegermutterzunge bekannt, ist eine sukkulente Zimmerpflanze aus dem tropischen Westafrika. Botaniker stellen ihn inzwischen zur Gattung Dracaena, als Dracaena trifasciata, doch im Handel und im Wohnzimmer heißt er weiterhin Sansevieria. In seinen steifen, schwertförmigen Blättern speichert er Wasser und kommt so wochenlang ohne Gießkanne aus.
Bei XXLplant geht es um große Exemplare. Der 'Laurentii' hat an jedem Blatt einen gelben Rand, die 'Zeylanica' ist dunkelgrün mit graugrünen Querbändern. Beide wachsen langsam und bleiben über Jahre in Form, auch an Plätzen, an denen andere Pflanzen aufgeben.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, worin sich die Sorten unterscheiden, wie viel Wasser und Licht ein Bogenhanf wirklich braucht und warum zu viel Pflege häufiger schadet als zu wenig. Außerdem geht es um Haustiere, das Umtopfen und die bekannten Aussagen zur Luftreinigung.
Wussten Sie?
Drei Fakten über die Schwiegermutterzunge, die Sie vielleicht noch nicht wussten.
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Fasern für Bogensehnen
Die festen Fasern aus den Blättern wurden früher für Seile und Bogensehnen verwendet. Daher stammt der Name Bogenhanf, im Englischen bowstring hemp.
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Atmet vor allem nachts
Der Bogenhanf nutzt die CAM-Photosynthese: Er öffnet seine Spaltöffnungen vor allem nachts, wenn es kühler ist. So verliert er tagsüber kaum Wasser, eine Anpassung an trockene Gebiete.
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Blüht selten, aber duftend
Ein älterer Bogenhanf mit viel Licht kann einen Blütenstiel mit grünlich weißen bis cremefarbenen Blüten bilden. Sie öffnen sich abends, können süß duften und fühlen sich klebrig an.
Schwiegermutterzunge-Typen und Unterschiede
Bogenhanf 'Laurentii'
Hoogte, 50 bis 120 Zentimeter
Der bekannteste Bogenhanf: steife, dunkelgrüne Blätter mit hellen Querbändern und einem leuchtend gelben Rand. Die gelbe Zeichnung bleibt an einem hellen Platz am schönsten.
Bogenhanf 'Zeylanica'
Hoogte, 60 bis 120 Zentimeter
Dunkelgrüne Blätter mit graugrünen, welligen Querbändern und ohne gelben Rand. Ruhiger in der Wirkung als der 'Laurentii' und genauso robust.
Sansevieria trifasciata (grüne Grundform)
Hoogte, 60 bis 120 Zentimeter
Die Wildform, von der der 'Laurentii' abstammt: grüne Blätter mit hellen und dunklen Querbändern, ohne gelben Rand. Der Ausgangspunkt vieler bekannter Sorten.
Top 5 Schwiegermutterzunge
Unsere Lieblingspflanzen für ein Schwiegermutterzunge-Interieur, ausgewählt von unseren Styling-Experten. Zu jeder Pflanze erklären wir, warum sie passt.
Schwiegermutterzunge-Pflege Schritt für Schritt
Befolgen Sie diese Schritte, um Ihre Schwiegermutterzunge gesund zu halten.
1
Gießen
Gießen Sie erst, wenn die Erde vollständig trocken ist, auch unten im Topf. Im Sommer ist das meist alle zwei bis vier Wochen der Fall, im Winter alle vier bis sechs Wochen oder seltener. Gießen Sie am Topfrand und nicht in die Blattrosette, und lassen Sie nie Wasser im Übertopf stehen.
2
Licht und Standort
Ein Bogenhanf überlebt an einem dunklen Platz, wächst dort aber kaum. An einem hellen Standort, gern mit Morgen- oder Abendsonne, bildet er neue Blätter und behält seine Zeichnung. Stellen Sie eine Pflanze, die lange dunkel stand, nicht plötzlich in die volle Mittagssonne, sonst kann das Blatt verbrennen.
3
Erde und Umtopfen
Verwenden Sie gut durchlässiges Substrat, etwa Kakteenerde oder normale Blumenerde mit reichlich Perlite oder grobem Sand. Topfen Sie erst um, wenn die Rhizome den Topf füllen oder sich der Kulturtopf verformt, meist alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr. Wählen Sie einen schweren, standfesten Topf, denn große Exemplare sind kopflastig.
4
Düngen
Geben Sie von April bis September etwa einmal im Monat Grünpflanzen- oder Kakteendünger in halber Dosierung. Mehr braucht es nicht: Die Pflanze wächst langsam, und zu viel Dünger macht die Blätter weich. Im Herbst und Winter wird nicht gedüngt.
5
Temperatur
Der Bogenhanf mag es warm und wächst zwischen 18 und 27 Grad am besten. Unter 12 Grad stellt er das Wachstum ein und wird anfällig für Fäulnis, besonders bei nasser Erde. Stellen Sie ihn im Winter nicht an ein kaltes Fenster oder in den Zug einer oft geöffneten Tür.
Häufig gestellte Fragen zur Schwiegermutterzunge
Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zur Schwiegermutterzunge.
Wie oft muss ich meinen Bogenhanf gießen?+
Erst, wenn die Erde vollständig trocken ist. Im Sommer ist das meist alle zwei bis vier Wochen der Fall, im Winter alle vier bis sechs Wochen oder seltener. Prüfen Sie mit dem Finger oder einem Holzstäbchen tief im Topf: Ist es dort noch feucht, warten Sie.
Ist der Bogenhanf giftig für Katzen und Hunde?+
Ja, leicht. Laut ASPCA enthält die Pflanze Saponine, die beim Kauen oder Fressen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können. Die Beschwerden sind meist mild, trotzdem sollten Sie die Pflanze bei neugierigen Haustieren außer Reichweite stellen.
Kann ein Bogenhanf an einem dunklen Platz stehen?+
Er übersteht eine dunkle Ecke besser als die meisten Zimmerpflanzen, wächst dort aber kaum und braucht dann noch weniger Wasser. Wenn Sie neue Blätter und eine schöne Zeichnung möchten, stellen Sie ihn hell. Ein paar Stunden Sonne am Tag verträgt er gut.
Warum werden die Blätter meines Bogenhanfs weich oder gelb?+
Fast immer durch zu viel Wasser. Die Wurzeln beginnen zu faulen, danach werden die Blätter am Grund weich, gelb oder glasig und kippen um. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, schneiden Sie faule Teile weg und setzen Sie sie in trockene, durchlässige Erde. Gießen Sie danach einige Wochen nicht.
Was ist der Unterschied zwischen 'Laurentii' und 'Zeylanica'?+
Der 'Laurentii' hat an jedem Blatt einen leuchtend gelben Rand. Der 'Zeylanica' fehlt dieser Rand, sie ist dunkelgrün mit graugrünen, welligen Querbändern. Die Pflege ist gleich; der 'Laurentii' möchte etwas mehr Licht, damit der gelbe Rand schön bleibt.
Reinigt ein Bogenhanf wirklich die Luft?+
Ein wenig. Die bekannte NASA-Studie von 1989 wurde in kleinen, abgeschlossenen Testkammern durchgeführt. In einem normalen, gelüfteten Wohnzimmer ist die Wirkung einiger Pflanzen gering. Kaufen Sie einen Bogenhanf also vor allem, weil er schön und robust ist, nicht als Luftreiniger.
Wie schnell wächst ein Bogenhanf?+
Langsam. An einem hellen, warmen Platz bildet er in der Wachstumszeit einige neue Blätter, oft als neuen Trieb neben den vorhandenen Blättern. An einem dunklen Platz steht das Wachstum fast still. Ein großes Exemplar verändert seine Größe daher nur wenig.
Wann sollte ich meinen Bogenhanf umtopfen?+
Nur wenn es nötig ist, meist alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr. Anzeichen sind Rhizome, die aus der Erde wachsen, oder ein Kulturtopf, der sich nach außen wölbt. Wählen Sie einen Topf, der eine Nummer größer ist und ein Abzugsloch hat, und verwenden Sie durchlässige Erde wie Kakteenerde mit Perlite.
Pflanzenkonzepte erklärt
Rhizom
Ein unterirdischer, verdickter Spross, aus dem der Bogenhanf neue Blätter und Triebe bildet. Füllen die Rhizome den Topf, ist es Zeit zum Umtopfen.
CAM-Photosynthese
Eine Form der Photosynthese, bei der die Pflanze ihre Spaltöffnungen nachts öffnet, um Kohlendioxid aufzunehmen. So verliert sie tagsüber wenig Wasser.
Saponine
Seifenartige Stoffe in den Blättern, die die Pflanze vor Fraß schützen. Bei Haustieren können sie Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
Panaschierung
Bunte Zeichnung im Blatt durch Zellen ohne Blattgrün, etwa der gelbe Rand des 'Laurentii'. Panaschierte Pflanzen brauchen mehr Licht, um ihre Zeichnung zu behalten.
Blattsteckling
Ein Blattstück, das man in Erde oder Wasser bewurzeln lässt, um eine neue Pflanze zu ziehen. Beim 'Laurentii' verschwindet der gelbe Rand dabei meist; er bleibt nur bei der Teilung erhalten.
Wurzelfäule
Fäulnis von Wurzeln und Rhizomen durch dauerhaft nasse Erde. Die häufigste Todesursache beim Bogenhanf, erkennbar an weichen, glasigen Blattansätzen.
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