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Kentia-Palme pflegen: kompletter Ratgeber für eine gesunde Howea forsteriana

Die Kentia-Palme ist vielleicht die eleganteste Zimmerpalme, die Sie ins Haus holen können. Mit ihren zierlichen, überhängenden gefiederten Wedeln bringt sie sofort eine ruhige, klassische Stimmung in einen Raum, ohne auch nur die geringste Mühe zu machen. Was die Kentia so beliebt macht: Sie ist deutlich weniger anspruchsvoll als die meisten Palmen, verträgt weniger Licht und fühlt sich drinnen ausgesprochen wohl. Ob Sie grüner Anfänger sind oder schon ein ganzes Zimmer voller Pflanzen haben, diese Palme ist eine dankbare Begleiterin, die jahrelang hält.

In diesem Ratgeber lesen Sie genau, wie Sie eine Kentia-Palme pflegen, vom Standort und Gießen bis zum sauberen Wegschneiden brauner Spitzen. Wir besprechen auch die häufigsten Probleme und wie Sie sie lösen, damit Ihre Palme gesund und voll bleibt. Bereit für einen neuen grünen Blickfang? Dann sehen Sie sich unsere Kollektion große Kentia-Palmen an für ein Exemplar, das sofort Eindruck macht.

Kentia-Palme in Kürze

Sie haben wenig Zeit? Das ist alles, was Sie auf einen Blick über die Pflege der Kentia-Palme wissen müssen:

  • Licht: helles, indirektes Licht, verträgt aber auch Halbschatten und etwas dunklere Plätze. Keine grelle Mittagssonne.
  • Wasser: Halten Sie die Erde gleichmäßig leicht feucht. Lassen Sie die obere Schicht zwischen zwei Wassergaben abtrocknen.
  • Standort: warm und zugfrei, idealerweise zwischen 18 und 24 °C. Nicht unter 12 °C.
  • Luftfeuchtigkeit: mag eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit; trockene Luft gibt braune Blattspitzen.
  • Haustierfreundlich: nicht giftig für Katzen und Hunde.
  • Wuchs: langsam, aber die Palme wird mit der Zeit ordentlich groß.

Über die Kentia-Palme und ihre Herkunft

Die Kentia-Palme, botanisch bekannt als Howea forsteriana, gehört zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Die Pflanze stammt ursprünglich von der Lord-Howe-Insel, einer kleinen Insel im Pazifik vor der Ostküste Australiens. Dort wächst sie im Schatten größerer Bäume, und genau dieser natürliche Standort erklärt, warum die Kentia so gut mit weniger Licht zurechtkommt. Sie ist im Laufe der Jahre nicht ohne Grund zu einem Klassiker geworden: Schon in viktorianischer Zeit zierte die Kentia die Salons vornehmer Häuser und Hotels.

Was die Pflanze so erkennbar macht, sind die langen, zierlich überhängenden Blattstiele mit schmalen, dunkelgrünen Blättchen. Eine ausgewachsene Kentia-Palme kann im Haus leicht zwei bis drei Meter hoch werden, dafür braucht sie allerdings Zeit: Die Pflanze wächst von Natur aus langsam. Das hat einen Vorteil, denn eine große Kentia-Palme behält ihre Form jahrelang und muss nur selten umgetopft werden.

Licht und Standort

Hier glänzt die Kentia-Palme wirklich. Wo die meisten Palmen um einen hellen Platz betteln, gibt sich die Kentia mit viel weniger zufrieden. Sie mag helles indirektes Licht, toleriert aber mühelos Halbschatten und sogar etwas dunklere Ecken im Haus. Dadurch ist sie ideal für Plätze, an denen andere Pflanzen aufgeben, etwa einen Flur, ein Schlafzimmer oder eine Ecke weiter vom Fenster entfernt.

Vermeiden Sie allerdings grelle, direkte Mittagssonne. Die Sonne kann die Blätter verbrennen, wodurch gelbe oder braune Stellen entstehen. Ein Platz an einem Ost- oder Nordfenster ist perfekt, oder etwas weiter im Raum bei einem Süd- oder Westfenster. Stellen Sie die Palme an einen warmen, zugfreien Standort: Zugluft und kalte Luftströme entlang von Türen oder Klimaanlagen verträgt sie schlecht. Die ideale Temperatur liegt zwischen 18 und 24 °C, und lassen Sie sie nie längere Zeit unter 12 °C stehen.

Drehen Sie den Topf ab und zu um eine Vierteldrehung, damit die Palme gleichmäßig Licht bekommt und nicht schief zum Fenster hin wächst. So bleibt sie schön in Form.

Gießen

Gießen ist bei der Kentia-Palme eine Frage der Balance. Die Pflanze möchte gern eine gleichmäßig leicht feuchte Erde, reagiert aber zugleich empfindlich auf zu viel Wasser. Zu nass ist nämlich der größte Übeltäter: Bleibt der Wurzelballen lange im Wasser stehen, können die Wurzeln faulen.

Die praktische Faustregel: Gießen Sie erst wieder, wenn die obere Schicht der Erde (etwa die obersten zwei bis drei Zentimeter) abgetrocknet ist. Stecken Sie den Finger in die Erde, um das zu fühlen. Im Sommer bedeutet das in der Regel etwa einmal pro Woche gießen, im Winter weniger, oft alle zehn bis vierzehn Tage. Lassen Sie überschüssiges Wasser immer gut ablaufen und lassen Sie den Topf nie in einer Wasserschicht im Übertopf oder Untersetzer stehen.

Achtung: Auch zu trocken verträgt die Kentia schlecht. Trocknet der Ballen völlig aus, reagiert die Pflanze mit braunen Blattspitzen. Die Palme reagiert außerdem empfindlich auf Stoffe im Leitungswasser wie Kalk und Chlor. Haben Sie hartes Wasser aus der Leitung, verwenden Sie am besten lauwarmes Regenwasser oder lassen Sie das Leitungswasser erst eine Nacht stehen.

Luftfeuchtigkeit

Als tropische Pflanze mag die Kentia-Palme eine höhere Luftfeuchtigkeit, als die meisten Wohnzimmer von Natur aus bieten. Vor allem im Winter, wenn die Heizung die Luft kräftig austrocknet, kann das ein Aufmerksamkeitspunkt sein. Zu trockene Luft ist eine der Hauptursachen für braune Blattspitzen und lockt außerdem Spinnmilben an.

Sie helfen der Palme mit ein paar einfachen Maßnahmen:

  • Nebeln Sie die Blätter regelmäßig mit lauwarmem, kalkarmem Wasser, zum Beispiel ein paar Mal pro Woche.
  • Stellen Sie den Topf auf eine Schale mit nassen Blähtonkugeln oder Kieseln, sodass das Wasser rund um die Pflanze langsam verdunstet.
  • Halten Sie die Palme aus dem direkten Luftstrom von Heizung oder Klimaanlage.
  • Gruppieren Sie die Kentia mit anderen Pflanzen; zusammen schaffen sie ein feuchteres Mikroklima.

Nahrung und Düngen

Weil die Kentia-Palme langsam wächst, braucht sie nur wenig Nahrung. Zu viel Dünger schadet mehr, als er nützt, und kann durch Salzansammlung in der Erde sogar braune Blattspitzen verursachen. Geben Sie deshalb mit Maß.

Während der Wachstumszeit, etwa von April bis einschließlich September, geben Sie der Palme alle zwei bis vier Wochen flüssige Pflanzennahrung, aufgelöst im Gießwasser. Verwenden Sie am besten eine Nahrung für grüne Pflanzen oder speziellen Palmendünger, in einer etwas geringeren Dosierung als auf der Verpackung angegeben. Im Herbst und Winter ruht die Pflanze und braucht keine Nahrung. Geben Sie außerdem nie Dünger auf eine staubtrockene Pflanze: Befeuchten Sie zuerst die Erde, damit Sie die Wurzeln nicht schädigen.

Umtopfen, Schritt für Schritt

Die Kentia-Palme muss nur selten umgetopft werden. Sie mag sogar einen etwas engen Topf, und weil sie langsam wächst, reicht meist alle zwei bis drei Jahre. Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr, zu Beginn der Wachstumszeit. So topfen Sie um:

  • Wählen Sie den richtigen Topf: Nehmen Sie einen Topf, der nur wenige Zentimeter größer ist als der aktuelle. Zu großzügiges Umtopfen erhöht die Gefahr zu nasser Erde und von Wurzelfäule. Sorgen Sie für gute Abzugslöcher.
  • Legen Sie eine Schicht auf den Boden: Geben Sie etwas Blähton auf den Boden für einen zügigen Wasserabfluss.
  • Nehmen Sie die Palme vorsichtig aus dem Topf: Kippen Sie die Pflanze und stützen Sie den Fuß. Ziehen Sie nie fest an den Stielen.
  • Schauen Sie sich die Wurzeln an: Schneiden Sie eventuelle weiche, braune oder faule Wurzeln mit einer sauberen Schere weg. Gesunde Wurzeln sind fest und hell.
  • Topfen Sie in frische Erde: Verwenden Sie luftige Erde, am besten spezielle Palmen- oder Grünpflanzenerde. Setzen Sie die Palme in derselben Tiefe wie zuvor und füllen Sie mit Erde auf.
  • Andrücken und gießen: Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie danach mäßig, damit sich die Wurzeln erholen können.

Topfen Sie lieber nicht um, dann können Sie stattdessen jährlich die obere Erdschicht durch frische Erde ersetzen. Das gibt der Pflanze neue Nährstoffe, ohne die Wurzeln zu stören.

Braune Spitzen und Blätter schneiden

Braune Blattspitzen sind bei weitem die am häufigsten gestellte Frage zur Kentia-Palme, und fast jede Palme bekommt sie früher oder später. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist es kosmetisch und die Pflanze bleibt gesund. Sie können die braunen Teile sauber wegschneiden, damit die Palme wieder gepflegt aussieht.

So machen Sie das am schönsten:

  • Verwenden Sie eine saubere, scharfe Schere. Desinfizieren Sie sie eventuell vorher, um keine Bakterien zu übertragen.
  • Schneiden Sie nur den braunen, dürren Teil weg und lassen Sie einen ganz kleinen braunen Rand stehen. Schneiden Sie ins Grüne, entsteht sofort wieder ein neuer brauner Rand.
  • Folgen Sie der natürlichen Form des Blattes: Schneiden Sie die Spitze schräg mit, sodass die spitze Form erhalten bleibt und es natürlich aussieht.
  • Ist ein ganzes Blatt völlig braun oder gelb? Dann schneiden Sie den ganzen Stiel unten, nah am Fuß der Pflanze, weg.

Wichtig: Schneiden Sie nie das Wachstumsherz oder die oberste, noch eingerollte Spitze der Palme heraus. Anders als bei manchen Pflanzen wächst eine Palme aus diesem Punkt, und wenn Sie ihn entfernen, hört dieser Stiel endgültig auf zu wachsen. Entfernen Sie also nur alte, beschädigte oder braune Teile.

Häufige Probleme

Reagiert Ihre Kentia-Palme nicht wie erhofft? Nachfolgend finden Sie die häufigsten Probleme mit Ursache und Lösung.

Braune Blattspitzen

Ursache: meist zu trockene Luft, aber auch zu viel Wasser, ein ausgetrockneter Ballen oder Stoffe wie Kalk und Chlor im Leitungswasser können der Übeltäter sein.

Lösung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch Nebeln und indem Sie den Topf auf nasse Blähtonkugeln stellen. Prüfen Sie Ihr Gießverhalten und verwenden Sie am besten Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Die vorhandenen braunen Spitzen schneiden Sie nach den obigen Tipps sauber weg.

Gelbe oder braune Blätter

Ursache: Ältere untere Blätter, die von selbst gelb werden und absterben, sind normal. Werden allerdings viele Blätter gleichzeitig gelb, deutet das oft auf zu viel Wasser hin oder gerade auf zu wenig.

Lösung: Fühlen Sie an der Erde und passen Sie Ihre Wassergabe an. Entfernen Sie vollständig gelbe oder braune Stiele unten am Fuß. Steht die Pflanze dauerhaft zu nass, prüfen Sie auf Wurzelfäule.

Spinnmilben

Ursache: Die Spinnmilbe ist ein kleines Spinnchen, das sich bei trockener Luft wohlfühlt. Sie erkennen sie an feinen Netzen zwischen den Blättern und kleinen gelben Sprenkeln auf dem Blatt. Die Kentia-Palme ist dafür bei trockener Luft anfällig.

Lösung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, denn das ist die beste Vorbeugung. Brausen Sie die Pflanze unter der Dusche mit lauwarmem Wasser ab und wischen Sie die Blätter ab. Bei hartnäckigem Befall können Sie ein biologisches Mittel auf Basis von zum Beispiel Kaliseife verwenden.

Wurzelfäule

Ursache: dauerhaft zu nasse Erde, wodurch die Wurzeln faulen. Das ist die größte Gefahr bei der Kentia-Palme. Symptome sind schlaffe, vergilbende Blätter und ein muffiger Geruch aus dem Topf.

Lösung: Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und schneiden Sie alle weichen, braunen Wurzeln weg. Topfen Sie in frische, luftige Erde um und gießen Sie danach vorsichtig. Lassen Sie die Erde künftig immer erst an der Oberfläche abtrocknen und sorgen Sie für gute Entwässerung.

Ist die Kentia-Palme giftig?

Gute Nachricht für Haustierbesitzer: die Kentia-Palme ist nicht giftig für Katzen und Hunde. Sie können diese Palme also beruhigt ins Haus stellen, auch wenn Sie neugierige Vierbeiner haben, die gern an einem Blatt knabbern. Das macht die Kentia zu einer der geeignetsten großen Zimmerpflanzen für einen Haushalt mit Tieren oder kleinen Kindern.

Dazu kommt eine weitere schöne Eigenschaft: Die Kentia-Palme gilt als luftreinigende Pflanze. Dank ihrer ordentlichen Blattmasse trägt sie zu einem frischen, grünen Wohnumfeld bei. Ein Blickfang, der nicht nur schön, sondern auch gemütlich und sicher ist.

Kentia versus Areca-Palme

Die Kentia-Palme wird oft mit der Areca-Palme (Dypsis lutescens) verglichen, und nicht ohne Grund: Beide sind beliebte Zimmerpalmen mit gefiedertem Blatt. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede, die Ihnen bei der Wahl helfen.

  • Licht: Die Areca ist lichthungriger und will wirklich einen hellen Platz, während die Kentia gerade gut mit weniger Licht und Halbschatten zurechtkommt.
  • Ausstrahlung: Die Areca ist voller und buschiger mit zahlreichen dünnen Stielen, die Kentia ist eleganter und offener mit zierlich überhängendem Blatt.
  • Pflege: Die Kentia ist im Allgemeinen etwas einfacher und nachsichtiger, ideal, wenn Sie eine dankbare Palme suchen.

Möchten Sie eine vollere, üppige Palme und haben Sie einen hellen Platz zur Verfügung? Dann ist die Areca eine schöne Wahl. Suchen Sie eine elegante Palme, die auch an einem etwas dunkleren Platz gedeiht, dann sind Sie bei der Kentia genau richtig. Sehen Sie sich die schönsten Exemplare in unserer Kollektion große Kentia-Palmen an.

Häufig gestellte Fragen zur Kentia-Palme

Wie oft muss ich eine Kentia-Palme gießen?

Durchschnittlich etwa einmal pro Woche im Sommer und alle zehn bis vierzehn Tage im Winter. Gießen Sie erst wieder, wenn die obersten zwei bis drei Zentimeter der Erde abgetrocknet sind, sodass der Ballen gleichmäßig leicht feucht bleibt, ohne zu nass zu werden.

Kann eine Kentia-Palme an einem dunklen Platz stehen?

Ja, die Kentia-Palme verträgt weniger Licht als die meisten Palmen und kann gut an einem halbschattigen Platz oder in einer etwas dunkleren Ecke stehen. Dadurch eignet sie sich ausgezeichnet für drinnen. Helles indirektes Licht bleibt ideal, aber völlige Dunkelheit und grelle Mittagssonne vermeiden Sie am besten.

Warum bekommt meine Kentia-Palme braune Spitzen?

Braune Blattspitzen entstehen meist durch zu trockene Luft, können aber auch von zu viel Wasser, einem ausgetrockneten Ballen oder Kalk und Chlor im Leitungswasser kommen. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, prüfen Sie Ihre Wassergabe und schneiden Sie die braunen Spitzen sauber entlang der Blattform zurück.

Ist die Kentia-Palme giftig für Katzen und Hunde?

Nein, die Kentia-Palme ist nicht giftig für Katzen und Hunde. Es ist eine haustierfreundliche Zimmerpflanze, die Sie sicher ins Haus stellen können, auch mit neugierigen Tieren in der Nähe.

Wie groß wird eine Kentia-Palme?

Im Haus kann eine Kentia-Palme zwei bis drei Meter hoch werden. Sie wächst allerdings langsam, dafür braucht sie also mehrere Jahre. Möchten Sie sofort ein stattliches Exemplar, wählen Sie eine bereits ausgewachsene Pflanze.

Darf ich das Wachstumsherz oder die Spitze meiner Kentia-Palme abschneiden?

Nein, schneiden Sie nie das Wachstumsherz oder die oberste eingerollte Spitze heraus. Eine Palme wächst aus diesem Punkt und hört endgültig auf zu wachsen, wenn Sie ihn entfernen. Schneiden Sie nur alte, braune oder beschädigte Teile weg.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kentia- und einer Areca-Palme?

Die Areca-Palme ist voller und lichthungriger, während die Kentia-Palme eleganter ist und besser mit weniger Licht zurechtkommt. Suchen Sie eine üppige Palme für einen hellen Platz, wählen Sie die Areca. Möchten Sie eine zierliche Palme, die auch an einem dunkleren Platz gedeiht, ist die Kentia ideal.

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