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Schefflera pflegen: der komplette Ratgeber für die Fingerpflanze

Die Schefflera, in den Niederlanden besser bekannt als Fingerpflanze, ist eine der dankbarsten großen Zimmerpflanzen, die Sie ins Haus holen können. Mit ihren eleganten, handförmigen Blättern und ihrem kräftigen Wuchs füllt sie im Handumdrehen eine leere Ecke. In diesem Ratgeber lesen Sie genau, wie Sie diese Pflanze gesund und voll halten, vom richtigen Platz bis zum Schneiden und zum Lösen von Blattfall.

Schefflera in Kürze

Sie haben es eilig? Das sind die wichtigsten Pflegepunkte auf einen Blick.

  • Licht: helles, indirektes Licht. Bunte Arten wollen mehr Licht, grüne Arten vertragen Halbschatten.
  • Wasser: mäßig. Lassen Sie die obere Schicht Erde abtrocknen, bevor Sie erneut gießen.
  • Standort: warm und zugfrei, zwischen 18 und 24 °C. Nicht vor eine kalte, zugige Tür oder über eine Heizung.
  • Luftfeuchtigkeit: mittel. In trockener Winterluft hilft gelegentliches Nebeln gegen Spinnmilben.
  • Schneiden: ist das ganze Jahr über möglich und macht die Pflanze voller und buschiger.
  • Giftig: leicht giftig für Katzen und Hunde durch Calciumoxalat. Stellen Sie sie außer Reichweite von Nagern.

Bereit für einen echten Blickfang? Sehen Sie sich unsere großen Schefflera in verschiedenen Größen und Arten an.

Über die Schefflera und ihre Herkunft

Die Schefflera gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und kommt von Natur aus in den tropischen und subtropischen Gebieten Asiens, Australiens und der Inseln im Pazifik vor. In freier Natur wächst sie zu einem stattlichen Strauch oder sogar zu einem Baum heran, was erklärt, warum sie im Haus so gut weiterwächst und Rückschnitt gut verträgt.

Der Name Fingerpflanze verweist auf die Blätter: mehrere längliche Blättchen, die wie Finger aus einem Punkt auffächern, ein wenig wie eine geöffnete Hand oder ein Sonnenschirm. Daher stammt auch der englische Beiname umbrella plant. Es ist eine Pflanze, die mit Ihnen mitwächst und mit den Jahren wirklich beeindruckend wird. Genau deshalb ist sie als große Zimmerpflanze für das Wohnzimmer oder das Büro so beliebt.

Licht und Standort

Die Schefflera mag am liebsten helles, indirektes Licht. Ein Platz an einem Ost- oder Westfenster ist ideal, oder ein paar Meter von einem Südfenster entfernt. Grelle, direkte Mittagssonne kann die Blätter verbrennen, verhindern Sie also, dass die Pflanze stundenlang in der prallen Sonne steht.

Grüne Arten wie die Schefflera arboricola vertragen problemlos etwas Halbschatten, wobei die Pflanze dann langsamer und etwas schütterer wächst. Bunte Arten mit gelber oder cremefarbener Zeichnung brauchen dagegen mehr Licht, um ihre Farbe zu behalten. Bekommen sie zu wenig Licht, verblasst die Buntheit und die Blätter werden wieder einheitlich grün.

Stellen Sie die Pflanze an einen warmen, zugfreien Platz mit einer Temperatur zwischen 18 und 24 °C. Vermeiden Sie kalten Zug von einer offenen Tür oder einem Fenster und stellen Sie sie nicht direkt über eine Heizung, denn plötzliche Temperaturwechsel sind eine der wichtigsten Ursachen für Blattfall. Drehen Sie den Topf ab und zu um eine Vierteldrehung, damit die Pflanze gleichmäßig zum Licht wächst und nicht schief hängt.

Gießen

Beim Gießen gilt für die Schefflera vor allem: lieber etwas zu trocken als zu nass. Die Wurzeln mögen keinen dauerhaft nassen Boden und reagieren darauf empfindlich mit Wurzelfäule und Blattfall.

Die Faustregel ist einfach. Fühlen Sie mit dem Finger an der Erde und gießen Sie erst, wenn die obersten zwei bis drei Zentimeter abgetrocknet sind. Gießen Sie dann gut durch, bis Wasser unten aus dem Topf läuft, und schütten Sie überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf weg. So verhindern Sie, dass die Wurzeln im Wasser stehen bleiben.

In der Wachstumsphase vom Frühjahr bis zum Sommer läuft das oft auf etwa einmal pro Woche hinaus. Im Winter braucht die Pflanze viel weniger, manchmal nur einmal alle zwei Wochen. Achten Sie immer auf die Pflanze selbst statt auf einen festen Kalender, denn der Bedarf hängt von Licht, Temperatur und Topfgröße ab.

  • Zu viel Wasser: schlaffe Stiele, gelb oder braun werdende Blätter, die abfallen, ein muffiger Geruch aus dem Topf.
  • Zu wenig Wasser: schlaffe, hängende Blätter und Blattfall, trockene und sich einrollende Blättchen.

Verwenden Sie am besten Wasser mit Zimmertemperatur. Eiskaltes Wasser aus der Leitung kann den Wurzeln einen Schock versetzen.

Luftfeuchtigkeit

Die Schefflera stammt aus einem feuchten Klima, kommt im Haus aber bei mittlerer Luftfeuchtigkeit gut zurecht. Sie müssen also keinen Luftbefeuchter anschaffen. Allerdings wird die Luft im Haus während der Heizperiode oft sehr trocken, und das macht die Pflanze anfälliger für Spinnmilben.

Wollen Sie ihr helfen, nebeln Sie die Blätter ab und zu mit lauwarmem Wasser oder stellen Sie den Topf auf eine Schale mit nassen Blähtonkugeln. Halten Sie den Topfboden dabei über dem Wasser, damit die Wurzeln nicht doch im Nassen stehen. Wischen Sie außerdem regelmäßig den Staub mit einem feuchten Tuch von den Blättern. Saubere Blätter fangen mehr Licht auf und bleiben gesünder.

Nahrung und Düngen

Während der Wachstumsphase, grob von März bis einschließlich September, geben Sie der Schefflera alle zwei bis vier Wochen flüssige Nahrung für grüne Zimmerpflanzen. Folgen Sie der Dosierung auf der Verpackung und geben Sie niemals Dünger auf staubtrockene Erde, denn das kann die Wurzeln schädigen. Feuchten Sie die Erde also zuerst leicht an.

Im Herbst und Winter wächst die Pflanze kaum und braucht Ruhe. Stellen Sie in dieser Zeit das Düngen ein oder reduzieren Sie es auf höchstens einmal im Monat. Zu viel Nahrung sammelt sich in der Erde an und richtet mehr Schaden als Nutzen an.

Umtopfen, Schritt für Schritt

Eine junge, schnellwachsende Schefflera topfen Sie etwa alle ein bis zwei Jahre um, ein großes ausgewachsenes Exemplar alle zwei bis drei Jahre. Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr, zu Beginn der Wachstumszeit. Umtopfen ist nötig, wenn die Wurzeln aus dem Topfboden wachsen oder die Pflanze deutlich zu eng sitzt.

  • Schritt 1: Wählen Sie einen Topf, der etwa zwei bis vier Zentimeter breiter ist als der aktuelle. Ein viel zu großer Topf hält zu lange Feuchtigkeit.
  • Schritt 2: Legen Sie eine Schicht Blähtonkugeln auf den Boden für eine gute Entwässerung und verwenden Sie frische, luftige Zimmerpflanzenerde.
  • Schritt 3: Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und lockern Sie den Wurzelballen leicht auf. Schneiden Sie beschädigte oder schwarze, weiche Wurzeln weg.
  • Schritt 4: Setzen Sie die Pflanze in derselben Tiefe in den neuen Topf, füllen Sie mit Erde auf und drücken Sie leicht an.
  • Schritt 5: Gießen Sie und stellen Sie die Pflanze für ein paar Wochen an einen ruhigen, hellen Platz. Warten Sie etwa vier bis sechs Wochen mit dem Düngen, denn frische Erde enthält bereits Nahrung.

Ist die Pflanze schon sehr groß und schwer umzutopfen? Dann können Sie auch nur die obere Erdschicht durch frische Erde ersetzen. Das gibt der Pflanze neue Nahrung, ohne den gesamten Wurzelballen zu stören.

Schneiden und voller machen

Die Schefflera verträgt Rückschnitt gut, und gerade durch das Schneiden machen Sie sie schöner. Wird die Pflanze zu lang, unten kahl oder wächst sie schief zum Licht, dann können Sie ruhig eingreifen. Schneiden regt die Pflanze an, an der geschnittenen Stelle neue Triebe zu bilden, wodurch sie voller und buschiger wird.

Schneiden Sie mit einer sauberen, scharfen Schere knapp über einem Blatt oder Knoten. Wollen Sie die Pflanze kompakter halten, kürzen Sie die längsten, nach außen stehenden Stiele. Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt, weil die Pflanze dann viel Energie zum Austreiben hat. Die abgeschnittenen Spitzen können Sie übrigens als Steckling verwenden, um eine neue Pflanze zu ziehen.

Lassen Sie eine Schefflera, die kahl und schlaksig geworden ist, nicht in der Hoffnung weiterwachsen, dass es von selbst wieder gut wird. Ein kräftiger Rückschnitt bringt auf Dauer fast immer eine vollere, gesündere Pflanze.

Häufige Probleme

Die Schefflera ist robust, lässt aber mit ihren Blättern deutlich merken, wenn etwas nicht stimmt. Hier die häufigsten Probleme mit Ursache und Lösung.

Blattfall

Blattfall ist das Signal der Schefflera, dass sich etwas verändert hat. Ursache: oft ein Umzug an einen neuen Platz, Zugluft, ein zu kalter Standort oder ein unregelmäßiger Gießrhythmus, sowohl zu nass als auch zu trocken. Lösung: Stellen Sie die Pflanze an einen festen, warmen und zugfreien Platz und gießen Sie regelmäßig nach der Faustregel. Etwas Blattfall nach einem Umzug ist normal. Geben Sie der Pflanze ein paar Wochen Zeit, sich einzugewöhnen.

Gelbe Blätter

Ursache: meist zu viel Wasser, wodurch es die Wurzeln schwer haben. Manchmal spielt auch Lichtmangel oder ein Nährstoffmangel mit. Lösung: Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben weiter abtrocknen und prüfen Sie, ob der Topf gut entwässert. Steht die Pflanze zu dunkel, stellen Sie sie heller. Geben Sie in der Wachstumszeit Nahrung, wenn die Pflanze lange nicht gedüngt wurde.

Klebrige Blätter

Ursache: eine klebrige Schicht auf oder unter den Blättern weist fast immer auf saugende Insekten wie Woll- oder Schildläuse hin. Dieses klebrige Zeug ist Honigtau, das Ausscheidungsprodukt dieser Tierchen. Lösung: Wischen Sie die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, entfernen Sie Wollläuse mit einem in etwas Alkohol getränkten Wattestäbchen und behandeln Sie die Pflanze nötigenfalls mit einem biologischen Mittel. Wiederholen Sie die Behandlung einige Male im Abstand von wenigen Tagen.

Spinnmilben und Wollläuse

Ursache: Trockene Luft, vor allem im Winter, macht die Pflanze anfällig für Spinnmilben (kleine Spinnchen mit feinen Netzen unter dem Blatt) und Wollläuse (weiße, wattige Büschel in den Blattachseln). Lösung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch Nebeln, brausen Sie die Pflanze lauwarm ab und behandeln Sie hartnäckigen Befall mit einem geeigneten Mittel. Kontrollieren Sie regelmäßig die Blattunterseiten, so sind Sie früh dran.

Wurzelfäule

Ursache: dauerhaft zu viel Wasser und ein Topf, der schlecht entwässert, wodurch die Wurzeln faulen. Symptome sind schlaffe Blätter, ein muffiger Geruch und schwarze, weiche Wurzeln. Lösung: Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, schneiden Sie alle befallenen Wurzeln weg und topfen Sie in frische, trockene Erde um. Gießen Sie danach vorsichtig und sorgen Sie künftig für gute Entwässerung mit Blähtonkugeln am Boden.

Ist die Schefflera giftig?

Ja, die Schefflera ist leicht giftig. Die Pflanze enthält Calciumoxalat, kristallartige Stoffe, die bei Aufnahme Reizungen von Mund, Rachen und Magen verursachen können. Für Menschen gilt vor allem, dass der Saft beim Schneiden leichte Hautreizungen geben kann, waschen Sie sich also nach dem Schneiden die Hände oder tragen Sie Handschuhe.

Für Katzen und Hunde ist die Pflanze leicht giftig. Knabbern an den Blättern kann zu Speicheln, Erbrechen und einem gereizten Maul führen. Haben Sie Haustiere oder kleine Kinder, stellen Sie die Schefflera an einen Platz, an den sie nicht leicht herankommen, zum Beispiel etwas höher oder in einen separaten Raum. Ein großes Exemplar mit den Blättern deutlich über Schnauzenhöhe ist meist am sichersten.

Beliebte Schefflera-Arten

Es gibt verschiedene Schefflera-Arten, jede mit einer eigenen Ausstrahlung. Dies sind die bekanntesten, denen Sie im Haus begegnen.

  • Schefflera arboricola: die kompakte Fingerpflanze mit kleineren Blättchen. Erhältlich in einheitlichem Grün und in bunten Varianten wie 'Gold Capella' mit gelbgrüner Zeichnung. Eine dankbare, einfache Art.
  • Schefflera actinophylla: die große Schirmform mit kräftigem, glänzendem Blatt und langen Blattstielen. Eine echte Statement-Pflanze, die ordentlich groß wird.
  • Schefflera compacta: ein kompakterer, gedrungener Wuchs mit festem Blatt, ideal, wenn Sie eine vollere Pflanze wollen, ohne dass sie gleich den ganzen Raum füllt.
  • Schefflera mit geflochtenem Stamm: Exemplare, deren Stämme kunstvoll ineinander geflochten sind, für einen dekorativen und gepflegten Effekt.

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Häufig gestellte Fragen zur Schefflera

Warum verliert meine Schefflera Blätter?

Blattfall ist meist eine Reaktion auf Veränderung: ein neuer Standort, Zugluft, Kälte oder unregelmäßiges Gießen. Stellen Sie die Pflanze an einen festen, warmen und zugfreien Platz und halten Sie einen gleichmäßigen Gießrhythmus. Nach einem Umzug ist etwas Blattfall normal und die Pflanze erholt sich von selbst.

Wie oft muss ich meine Schefflera gießen?

Gießen Sie, sobald die obersten zwei bis drei Zentimeter Erde abgetrocknet sind. Im Sommer ist das oft etwa einmal pro Woche, im Winter deutlich weniger. Fühlen Sie immer zuerst an der Erde, statt an festen Tagen zu gießen.

Kann eine Schefflera im Schatten stehen?

Grüne Arten vertragen Halbschatten, wachsen dann aber langsamer und etwas schütterer. Bunte Arten brauchen dagegen helles, indirektes Licht, um ihre Farbe zu behalten. Eine wirklich dunkle Ecke ist für keine Schefflera ideal.

Wie mache ich meine Schefflera voller?

Durch Schneiden. Kürzen Sie die längsten Stiele knapp über einem Blatt oder Knoten, am besten im Frühjahr. Die Pflanze bildet dann an diesen Stellen neue Triebe und wird von selbst voller und buschiger.

Ist die Schefflera giftig für Katzen und Hunde?

Ja, die Schefflera ist wegen des enthaltenen Calciumoxalats leicht giftig für Katzen und Hunde. Knabbern kann Speicheln, Erbrechen und Maulreizungen verursachen. Stellen Sie die Pflanze außer Reichweite Ihrer Haustiere.

Wie groß wird eine Schefflera?

Im Haus kann eine Schefflera mit den Jahren leicht zwei Meter oder höher werden, je nach Art und Pflege. Durch regelmäßiges Schneiden halten Sie Höhe und Form gut unter Kontrolle.

Darf ich meine Schefflera nach draußen stellen?

Im Sommer darf sie an einem warmen, geschützten Platz draußen stehen, außerhalb der grellen Mittagssonne und aus dem Wind. Holen Sie sie rechtzeitig wieder herein, deutlich bevor es nachts kälter wird als etwa 12 °C, denn Kälte verträgt sie schlecht.

7. FAQ_SCHEMA
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