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Bananenpflanze pflegen: kompletter Ratgeber für die Musa als Zimmerpflanze

Wenige Zimmerpflanzen bringen so viel tropische Stimmung ins Haus wie die Bananenpflanze. Mit ihren riesigen, frischgrünen Blättern verwandelt die Musa innerhalb weniger Monate eine Ecke Ihres Wohnzimmers in einen Dschungel. Sie gehört zu den schnellsten Wachsern, die Sie bekommen können: Geben Sie ihr genug Licht, Wasser und Wärme, und Sie sehen fast wöchentlich ein neues Blatt ausrollen. In diesem Ratgeber lesen Sie genau, wie Sie eine Bananenpflanze pflegen, vom Standort und Gießen bis zum Umtopfen, Überwintern und Lösen der häufigsten Probleme.

Auf der Suche nach einem Exemplar, das sofort Eindruck macht? Dann sehen Sie sich unsere großen Bananenpflanzen an, die bereits eine stattliche Höhe erreicht haben.

Bananenpflanze in Kürze

Sie haben wenig Zeit und wollen schnell wissen, was Ihre Pflanze braucht? Das sind die Kernpunkte der Pflege.

  • Licht: sehr viel. Ein heller Platz mit etwas direkter Sonne ist ideal. Dies ist eine der lichthungrigeren Zimmerpflanzen.
  • Wasser: viel. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Im Sommer oft mehrmals pro Woche, vermeiden Sie aber einen sumpfigen Boden.
  • Luftfeuchtigkeit: hoch. Sie mag eine feuchte Umgebung und bekommt bei trockener Luft schnell braune Blattränder.
  • Standort: warm und hell, zugfrei. Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad sind perfekt.
  • Giftig: nein. Die Bananenpflanze ist nicht giftig und gilt als sicher für Hunde und Katzen.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: sehr schnell in der Wachstumszeit (Frühjahr und Sommer).

Über die Bananenpflanze und ihre Herkunft

Die Bananenpflanze (botanisch Musa, Familie Musaceae) stammt ursprünglich aus den tropischen Gebieten Südostasiens. Obwohl sie durch ihre baumartige Erscheinung oft für einen Baum gehalten wird, ist die Bananenpflanze streng genommen eine Riesenstaude. Der feste "Stamm" ist in Wirklichkeit ein Scheinstamm, aufgebaut aus straff umeinander gerollten Blattstielen.

Was die Musa als Zimmerpflanze so beliebt macht, sind die Blätter: groß, glänzend und frischgrün, manchmal bis zu einem Meter lang. Sie verleihen sofort eine üppige, tropische Ausstrahlung. Weil die Pflanze an ein warmes und feuchtes Klima mit viel Sonne gewöhnt ist, überträgt sich das auf ihre Pflege im Haus: Wärme, Licht und Feuchtigkeit sind die drei Säulen, um die es geht.

Licht und Standort

Licht ist das Allerwichtigste für eine gesunde Bananenpflanze. Im Gegensatz zu vielen anderen Zimmerpflanzen mag die Musa gerade viel Licht und verträgt auch eine Portion direkte Sonne. Stellen Sie sie deshalb an den hellsten Platz, den Sie haben, zum Beispiel vor ein Süd-, Ost- oder Westfenster.

Wie viel Sonne verträgt sie?

Die Bananenpflanze verträgt direkte Morgen- und Abendsonne problemlos. Grelle Mittagssonne hinter Glas kann im Sommer allerdings zu Verbrennungen führen, vor allem wenn die Pflanze gerade umgezogen ist oder noch nicht an die Sonne gewöhnt ist. Bauen Sie direkte Sonne also allmählich auf. Bekommt Ihre Pflanze zu wenig Licht, sehen Sie das an kleinen, hellen Blättern und einer Pflanze, die zum Fenster hin wächst. Drehen Sie den Topf ab und zu um eine Vierteldrehung, damit sie gleichmäßig wächst.

Temperatur und Zugluft

Die Musa mag Wärme: eine Zimmertemperatur zwischen 18 und 25 Grad ist ideal. Stellen Sie sie nicht in die Zugluft und nicht direkt über eine Heizung, denn trockene, bewegte Luft ist einer ihrer größten Feinde. Ein Platz an einem Südfenster, außerhalb des direkten Luftzugs, ist oft perfekt.

Gießen

Die Bananenpflanze ist eine echte Trinkerin. Durch ihr schnelles Wachstum und die großen Blätter verdunstet sie viel Feuchtigkeit, gerade in der Wachstumszeit. Die Kunst besteht darin, die Erde gleichmäßig feucht zu halten, ohne dass die Wurzeln in einem sumpfigen Boden stehen.

Wie oft gießen?

  • Frühjahr und Sommer: gießen, sobald sich die obere Schicht Erde leicht anfühlt. In warmen Perioden läuft das oft auf mehrmals pro Woche hinaus.
  • Herbst und Winter: Die Pflanze wächst langsamer und verdunstet weniger. Gießen Sie dann deutlich weniger und lassen Sie die obere Schicht zuerst etwas weiter abtrocknen.

Fühlen Sie immer kurz mit dem Finger in der Erde, bevor Sie gießen. Fühlen sich die obersten Zentimeter noch deutlich nass an, warten Sie noch. Sorgen Sie für einen Topf mit Abzugsloch und schütten Sie überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer immer weg. Wurzeln, die lange im Wasser stehen, faulen.

Luftfeuchtigkeit

Als tropische Pflanze mag die Musa eine hohe Luftfeuchtigkeit. In einem durchschnittlichen Wohnzimmer, und erst recht im Winter bei eingeschalteter Heizung, ist die Luft oft zu trocken. Das erste Signal dafür sind braune, staubtrockene Blattränder.

Die Luftfeuchtigkeit rund um Ihre Pflanze erhöhen Sie auf ein paar Arten:

  • Nebeln Sie die Blätter regelmäßig mit lauwarmem, kalkarmem Wasser (am besten Regenwasser).
  • Stellen Sie die Pflanze auf einen Untersetzer mit nassen Tonkügelchen oder Blähton, sodass ringsum Feuchtigkeit verdunstet.
  • Gruppieren Sie sie mit anderen Pflanzen; zusammen schaffen sie ein feuchteres Mikroklima.
  • Halten Sie sie von der Heizung fern und verwenden Sie gegebenenfalls einen Luftbefeuchter.

Nahrung und Düngen

Ein schneller Wachser wie die Bananenpflanze braucht viel Nahrung, um all diese großen Blätter bilden zu können. In der Wachstumszeit (etwa von März bis September) geben Sie alle zwei Wochen flüssige Pflanzennahrung mit dem Gießwasser. Eine Universalnahrung für grüne Zimmerpflanzen genügt völlig.

Im Herbst und Winter ruht die Pflanze und braucht kaum Nahrung. Stellen Sie das Düngen dann weitgehend ein oder geben Sie höchstens einmal im Monat eine kleine Menge. Zu viel Nahrung in der Ruhezeit kann mehr schaden als nützen.

Bananenpflanze umtopfen, Schritt für Schritt

Durch ihr schnelles Wachstum hat eine Bananenpflanze ihren Topf oft schon innerhalb eines Jahres ausgefüllt. Topfen Sie sie am liebsten im Frühjahr um, zu Beginn der Wachstumszeit. So kann sie sofort vom neuen Platz und der frischen Erde profitieren. Erscheinen Wurzeln aus dem Abzugsloch oder trocknet die Erde extrem schnell aus, dann ist es Zeit.

  1. Wählen Sie einen Topf, der etwa 20 Prozent größer ist als der aktuelle, mit einem guten Abzugsloch.
  2. Legen Sie unten eine Schicht Blähton für die Drainage.
  3. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und lockern Sie den Wurzelballen leicht auf.
  4. Füllen Sie mit frischer, luftiger Zimmerpflanzenerde auf.
  5. Setzen Sie die Pflanze in derselben Tiefe wie zuvor und drücken Sie die Erde leicht an.
  6. Gießen Sie reichlich, damit sich die neue Erde um die Wurzeln setzt.

Stoßen Sie beim Umtopfen am Fuß der Pflanze auf Seitentriebe (sogenannte Kindel oder Schösslinge)? Die können Sie mit einem sauberen Messer vorsichtig abschneiden, sofern sie schon eigene Wurzeln haben, und getrennt zu einer neuen Pflanze eintopfen.

Eingerissene Blätter: ist das normal?

Ja, das ist völlig normal. Die großen Blätter der Bananenpflanze reißen von Natur aus vom Rand her in Richtung der Hauptrippe ein, genau wie Sie es bei der Strelitzia sehen. In der Natur ist das eine praktische Anpassung: Die Einrisse lassen Wind und Regen durch das Blatt hindurch, sodass es bei einem Sturm nicht zerfetzt oder abknickt.

Mit anderen Worten: eingerissene Blätter sind kein Zeichen von Krankheit oder falscher Pflege. Es gehört zur Pflanze und verleiht ihr gerade ihre charakteristische, tropische Ausstrahlung. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Sie makellose neue Blätter mit der Zeit einreißen sehen.

Bananenpflanze nach draußen stellen und überwintern

Die meisten Zierbananen, die Sie als Zimmerpflanze kaufen, sind nicht winterhart und müssen das ganze Jahr drinnen bleiben. Im Sommer dürfen viele Arten allerdings eine Weile nach draußen, an einen warmen, geschützten Platz. Gewöhnen Sie die Pflanze allmählich an die Außenluft und das stärkere Licht, damit die Blätter nicht verbrennen.

Holen Sie die Pflanze rechtzeitig wieder herein, bevor es nachts kälter wird, auf jeden Fall vor dem ersten Nachtfrost. Drinnen überwintert die Bananenpflanze an einem hellen Platz bei Zimmertemperatur. Gießen Sie im Winter weniger und stellen Sie das Düngen ein. Es ist normal, dass die Pflanze in dieser Zeit etwas langsamer wächst und ab und zu ein älteres Blatt abstirbt.

Eine Ausnahme ist die Musa basjoo, die relativ winterhart ist und mit gutem Schutz draußen im Garten überwintern kann. Die meisten Zimmersorten sind das ausdrücklich nicht.

Häufige Probleme lösen

Auch bei der Bananenpflanze kann einmal etwas schiefgehen. Zum Glück lassen sich die meisten Beschwerden gut auf eine Ursache zurückführen. Nachfolgend die häufigsten Probleme mit ihrer Lösung.

Braune Blattränder

Ursache: meist zu trockene Luft, manchmal in Kombination mit zu wenig Wasser. Lösung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch Nebeln und Tonkügelchen und stellen Sie die Pflanze weg von der Heizung. Prüfen Sie, ob die Erde nicht zu trocken steht.

Gelbe Blätter

Ursache: oft zu viel Wasser oder ein zu nasser Boden. Ein einzelnes unteres Blatt, das gelb wird und abstirbt, gehört zum natürlichen Wachstum. Lösung: Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben etwas weiter abtrocknen und sorgen Sie für gute Drainage, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Schlaffe, hängende Blätter

Ursache: meist Wassermangel (die Erde ist ausgetrocknet) oder gerade Wurzelschäden durch übermäßiges Gießen. Lösung: Fühlen Sie an der Erde. Ist sie staubtrocken, gießen Sie reichlich; die Pflanze erholt sich oft überraschend schnell. Ist die Erde klatschnass, lassen Sie sie erst abtrocknen und prüfen Sie die Wurzeln auf Fäule.

Spinnmilben

Ursache: Die Spinnmilbe fühlt sich bei warmer, trockener Luft wohl. Sie erkennen sie an feinen Netzen zwischen Blättern und Blattstiel und an kleinen gelben Sprenkeln auf dem Blatt. Lösung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit (Spinnmilben hassen Feuchtigkeit), brausen Sie die Pflanze unter der Dusche gut ab und behandeln Sie sie nötigenfalls mit einem biologischen Mittel. Kontrollieren Sie regelmäßig, denn trockene Luft im Haus macht die Musa anfällig für Spinnmilben.

Wurzelfäule

Ursache: dauerhaft zu nasse, sumpfige Erde, wodurch die Wurzeln faulen. Lösung: Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, entfernen Sie weiche, braune Wurzeln, topfen Sie in frische Erde um und gießen Sie danach weniger. Sorgen Sie künftig immer für ein Abzugsloch und schütten Sie überschüssiges Wasser weg.

Bekommt meine Bananenpflanze Bananen?

Ehrliche Antwort: als Zimmerpflanze praktisch nie. Um Früchte zu tragen, braucht eine Bananenpflanze jahrelang sehr viel Licht, Wärme und Platz, Bedingungen, die Sie drinnen kaum nachbilden können. Die Zierbananen, die als Zimmerpflanze verkauft werden, hält man vor allem wegen ihres spektakulären Blatts, nicht wegen ihrer Früchte.

Sollten Sie doch einen Blütenstand erscheinen sehen, ist das ein schöner Bonus. Rechnen Sie nur nicht damit, dass Sie von Ihrer Wohnzimmerpflanze eine Traube essbarer Bananen ernten können. Genießen Sie vor allem das üppige Grün, darin ist die Musa Spitze.

Ist die Bananenpflanze giftig?

Gute Nachricht: die Bananenpflanze ist nicht giftig. Die Musa gehört zur Familie der essbaren Bananen und gilt als sicher für Menschen und Haustiere. Für alle, die Hunde oder Katzen haben, ist dies also eine der sichereren Optionen unter den großen Zimmerpflanzen.

Bedenken Sie allerdings, dass das Fressen großer Mengen Pflanzenmaterial bei jeder Pflanze Magenbeschwerden verursachen kann. Eine Katze, die auf einem Blatt kaut, ist nicht in Gefahr, aber es ist klug, Pflanzen ohnehin nicht als Snack anzubieten.

Beliebte Bananenpflanzen-Arten

Es gibt verschiedene Arten und Sorten, jede mit eigenem Charakter. Dies sind die bekanntesten.

  • Musa (die echte oder Zierbanane): der Klassiker mit großen, frischgrünen Blättern und schnellem Wachstum. Die ideale Zimmerpflanze für eine tropische Stimmung.
  • Musa basjoo (Japanische Faserbanane): relativ winterhart und dadurch für den Garten geeignet, sofern im Winter gut geschützt.
  • Musa 'Dwarf Cavendish': eine kompaktere Sorte, die etwas niedriger bleibt und dadurch gut an Plätze mit weniger Höhe passt.
  • Ensete ventricosum / Ensete maurelii (Abessinische Banane): streng genommen eine verwandte Gattung, aber sehr beliebt. Die 'Maurelii' fällt durch ihre prächtigen rotbraunen Blätter auf.

Möchten Sie selbst ein Exemplar aussuchen? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere großen Bananenpflanzen und finden Sie die Art, die zu Ihrem Interieur passt.

Häufig gestellte Fragen zur Bananenpflanze

Wie viel Licht braucht eine Bananenpflanze?

Viel Licht. Die Bananenpflanze ist eine echte Sonnenliebhaberin und gedeiht am besten am hellsten Platz im Haus, mit etwas direkter Morgen- oder Abendsonne. Zu wenig Licht führt zu kleinen Blättern und schlaffem Wuchs.

Wie oft muss ich meine Bananenpflanze gießen?

Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Im Sommer bedeutet das oft mehrmals pro Woche, im Winter erheblich weniger. Gießen Sie, sobald sich die obere Schicht Erde leicht anfühlt, vermeiden Sie aber einen sumpfigen Boden.

Warum reißen die Blätter meiner Bananenpflanze ein?

Das ist völlig normal. Die großen Blätter reißen von Natur aus ein, genau wie bei der Strelitzia. Es ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Anpassung, durch die Wind leicht durch das Blatt hindurchkann.

Meine Bananenpflanze bekommt braune Blattränder, was nun?

Braune, trockene Blattränder deuten fast immer auf zu trockene Luft hin. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Nebeln, verwenden Sie Tonkügelchen und stellen Sie die Pflanze weg von der Heizung.

Ist eine Bananenpflanze giftig für Hunde und Katzen?

Nein, die Bananenpflanze ist nicht giftig und gilt als sicher für Hunde und Katzen. Das Fressen großer Mengen Pflanzenmaterial kann allerdings Magenbeschwerden geben, lassen Sie Ihr Haustier also lieber nicht daran kauen.

Darf meine Bananenpflanze im Sommer nach draußen?

Die meisten Arten dürfen im Sommer an einen warmen, geschützten Platz nach draußen. Gewöhnen Sie die Pflanze allmählich an das Außenlicht und holen Sie sie rechtzeitig wieder herein, vor den ersten kalten Nächten. Zierbananen sind drinnen nämlich nicht winterhart.

Wie schnell wächst eine Bananenpflanze?

Sehr schnell. In der Wachstumszeit kann eine gesunde Bananenpflanze mit genug Licht, Wasser und Nahrung fast wöchentlich ein neues Blatt bilden. Damit ist sie einer der schnellsten Wachser unter den Zimmerpflanzen.

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